Über das Programm

 
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels mit einer deutlichen Zunahme des Anteils älterer und alter Menschen in der Bevölkerung gewinnt das Thema „Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen" zunehmend an Bedeutung. Bis zum Jahr 2050 werden nach Prognosen des Statistischen Bundesamts ca. 23 Millionen Menschen über 65 Jahre und etwa 10 Millionen Menschen zwischen 65 und 75 Jahren in Deutschland leben. 

Die Prävalenz- und Inzidenzraten der meisten behandlungsbedürftigen Krankheitsgruppen sind bei älteren Menschen höher, als bei jüngeren. Im Vordergrund des Krankheitsspektrums der Zielgruppe stehen Herz-Kreislaufkrankheiten, Krankheiten des Bewegungsapparats, Diabetes, Krebserkrankungen, psychische und dementielle Erkrankungen. Das Erkrankungsrisiko steigt bei fehlender sozialer Integration, bei besonderen Lebensbelastungen und einschneidenden Lebensereignissen. 2011 waren in Deutschland 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig.

Das Statistische Bundesamt prognostiziert einen Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 auf 3,4 Millionen Menschen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sieht anhand dieser Datenlage einen großen präventiven Handlungsbedarf. Viele der bei älteren Menschen gehäuft und oft vorzeitig auftretenden Erkrankungen sind prävenierbar oder können durch Prävention und Gesundheitsförderung zumindest hinausgezögert werden. Insbesondere für Programme, die Gesundheitsförderung durch Bewegung in den Mittelpunkt rücken, besteht eine gute Evidenzlage. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Bewegungsprogramme und -aktivitäten auch im fortgeschrittenen Alter präventiv wirken. Meta-Analysen belegen, dass insbesondere ältere Menschen schon von mäßig intensiven Bewegungsaktivitäten im Alltag profitieren. Sie zeigen, dass nicht nur die Mobilität verbessert wird, sondern auch das Wohlbefinden und dass die Angebote - je nach Ausrichtung - einer sozialen Isolation entgegen wirken.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) hat sich entschieden, ein bundesweites Programm zur Förderung von Selbstbestimmung, Mobilität und Lebensqualität älterer Menschen zu unterstützen. Die BZgA entwickelt ein Programm, das multimodale Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe kombiniert. Das Programm „Älter werden in Balance" richtet sich an Frauen und Männer ab 65 Jahren in Deutschland.