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Wenn die Einkaufstasche zum Trainingsgerät wird - Neues AlltagsTrainingsProgramm für Menschen ab 60 vorgestellt

Berlin/Köln, 30. September 2016:

Neu, wirkungsvoll und lebensnah: Das AlltagsTrainingsProgramm (ATP) will ältere Menschen ab 60 Jahren zu mehr Bewegung anregen. Das ATP wurde im Rahmen des Programms „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Grundlage aktueller sportwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und soll ab 2017 bundesweit in das Angebot von Sportvereinen aufgenommen werden. Kooperationspartner sind der Deutsche Olympische Sportbund e.V. (DOSB), der Deutsche Turner-Bund e.V. (DTB), der Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V. (LSB NRW) und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS). Gefördert wird es durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Das ATP wurde heute, im Vorfeld des Tages der älteren Menschen, der jedes Jahr am 01. Oktober stattfindet, vorgestellt.

Anlässlich der Vorstellung des ATP in Berlin erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Es ist kein Geheimnis: Wer sich auch im Alter ausreichend bewegt, bleibt länger selbstständig und geistig fit. Ein körperlich aktiver Lebensstil kann zudem helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder bereits bestehende Krankheiten günstig zu beeinflussen. Genau hier setzt das neue AlltagsTrainingsProgramm an. Es soll gezielt ältere Menschen ansprechen, die bisher sportlich nicht oder wenig aktiv sind. Wichtig ist dabei, dass die Bewegungsübungen leicht im Alltag umzusetzen sind und auch Freude machen. Gerade die Gesundheitsförderung für ältere Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Präventionspolitik. Mit unserem Präventionsgesetz wollen wir auch die Lebensbereiche der Älteren erreichen, etwa in Kommunen, Betrieben, Pflegeheimen oder Einrichtungen der Altenhilfe.“

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des AlltagsTrainingsProgramms lernen, wie sie ihr Zuhause und ihre Umgebung zur Bewegungsförderung nutzen können – sei es durch Arm-Übungen mit Einkaufstaschen und anderen Alltagsgegenständen oder durch Muskel- und Gelenktraining beim Hausputz, beim Warten an der Bushaltestelle oder beim Stopp an der Parkbank. Es gibt kein vergleichbares Programm zur Bewegungsförderung, das einen derart innovativen Ansatz verfolgt.“

Wie wichtig Bewegung ist, belegen zahlreiche Studien: Das Risiko, an koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes Typ 2 zu erkranken, kann durch körperliche Aktivität deutlich reduziert werden. Bewegung kann Depressionen entgegenwirken und demenziellen Erkrankungen vorbeugen. Auch bereits erkrankten Menschen kann körperliche Aktivität helfen, ihren Gesundheitszustand und damit ihr Wohlbefinden zu verbessern.

Das AlltagsTrainingsProgramm der BZgA wurde auf der Grundlage aktueller sportwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und durch das Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Prof. Ingo Froböse evaluiert: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen 55 und 86 Jahre alt. Mehr als 80 Prozent gaben an, bislang nicht sportlich aktiv gewesen zu sein – genau die Zielgruppe des Programms. Eine hohe Teilnahmequote (75 Prozent) und eine sehr gute Gesamtbewertung des AlltagsTrainingsProgramms sprechen für sich. Alle Befragten würden das AlltagsTrainingsProgramm weiterempfehlen.“

Ab 2017 ist geplant, das ATP bundesweit in das Angebotsspektrum interessierter Sportvereine zu implementieren. „Gesundheitsorientierte Sportvereine sind besonders geeignet, Menschen in Bewegung zu bringen. Die Entwicklung eines gemeinsamen Kursprogramms im Rahmen des Qualitätssiegels SPORT PRO GESUNDHEIT und der gemeinsamen Schulung der Übungsleiter/innen in einer Kooperation des Deutschen Olympischen Sportbundes, des Deutschen Turner-Bundes und des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen war besonders erfolgreich und ermöglicht nun eine flächendeckende Anwendung des ATP durch den gemeinnützigen Sport“, erklärt DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch.

Um Selbstbestimmung, Mobilität und damit Lebensqualität im Alter zu fördern, hat die BZgA mit Unterstützung durch die PKV das Programm ‚Älter werden in Balance‘ entwickelt, dessen neuer Baustein das ATP ist. Dazu erklärt Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes: „Wir möchten die Gesundheitsförderung und Prävention im Alltag und an den Orten stärken, an denen die Menschen ohnehin viel Zeit verbringen und wichtige soziale Kontakte haben. Das AlltagsTrainingsProgramm stellt einen vollkommen neuen Impuls dar, die Bewegungsaktivität älterer Menschen zu steigern und ihnen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“

Weitere Informationen zum AlltagsTrainingsProgramm:
http://www.aelter-werden-in-balance.de/atp/

Download: Pressemeldung als PDF


Neu: Broschüre zum Wandern im Alter

„Wandern - Bewegung, die gut tut

Köln/Kassel, 19. Mai 2016. Eine neue Broschüre zum Wandern haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Deutsche Wanderverband (DWV) herausgegeben. Die Broschüre ist Teil des BZgA-Programms „Älter werden in Balance“ und gibt viele allgemeine Informationen und praktische Tipps, um gerade ältere Menschen dazu zu motivieren, sich regelmäßig draußen zu bewegen.

„Aktivität und Bewegung sind entscheidende Faktoren für die Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit, Wohlbefinden und sozialer Teilhabe gerade älterer Menschen“, erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Wandern ist die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität der Deutschen. „Gerade das Wandern hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen, wie mehrere Studien nachgewiesen haben. Dazu kommt, dass Wandern ohne aufwändige Ausrüstung für jeden fast überall möglich ist“, sagt DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks.

Die reich bebilderte, 24-seitige Broschüre behandelt im ersten Teil die Effekte des Wanderns für Körper, Geist und Seele. Hier wird zum Beispiel deutlich, dass Wandern das Risiko von Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall senkt. Außerdem eignet sich kaum etwas so gut zum Auftanken und Abschalten wie das Wandern. Es hilft gegen Stress, indem es das Stresshormon Kortisol vermindert. Selbst bei leichten Depressionen kann die Bewegung an der frischen Luft Linderung verschaffen. Zudem trainiert es zahlreiche Muskelpartien, steigert die Durchblutung und erhöht die Sauerstoffaufnahme der Lungen. Kurzum: Wandern ist ein ideales ganzheitliches Fitnessprogramm.

Im zweiten Teil der Broschüre werden spezielle Angebote des Deutschen Wanderverbandes vorgestellt. Hier gibt es Informationen zum vom DWV gemeinsam mit der Fachhochschule Osnabrück entwickelten „Gesundheitswandern“ ebenso wie zum Deutschen Wanderabzeichen und den Qualitätsinitiativen unter dem Namen „Wanderbares Deutschland“.

Tipps für Wander-Einsteiger runden die Broschüre ab. Leserinnen und Leser erfahren unter anderem, wie ein Rucksack zweckmäßig gepackt wird und was dort hinein gehört. Ebenso erklärt der kleine Ratgeber Wissenswertes zum Zeckenschutz und wie sich Blasen vermeiden lassen.

Das BZgA-Programm „Älter werden in Balance“ richtet sich an Menschen ab 65 Jahren mit dem Ziel, Krankheiten und Einschränkungen vorzubeugen und Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. „Älter werden in Balance“ wird gefördert durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV).

Weitere Informationen zum Programm „Älter werden in Balance“, vielfältige Bewegungsangebote, Tipps und Anleitungen zur Bewegungssteigerung im Alltag sowie allgemeine Informationen zur Gesundheitsförderung älterer Menschen finden Sie unter www.aelter-werden-in-balance.de

Kostenlose Bestellung der Broschüre „Wandern - Bewegung, die gut tut“ über:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order(at)bzga.de
Bestellnummer 60582323

Die Broschüre steht außerdem zum Download bereit unter:
http://www.bzga.de/infomaterialien/gesundheit-aelterer-menschen/

(Diese Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei herunterladen)


Vorbildliche kommunale Strategien und Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen ausgezeichnet

Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) vom 26.04.2016:

Vorbildliche kommunale Strategien und Maßnahmen zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen ausgezeichnet

Berlin/Köln, 26. April 2016. Neun Kommunen wurden gestern Abend für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Bewegungs- und Mobilitätsförderung bei älteren Menschen ausgezeichnet. Die Veranstaltung bildete den Abschluss des bundesweiten Wettbewerbs „Gesund älter werden in der Kommune - bewegt und mobil“, der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) und der kommunalen Spitzenverbände durchgeführt wurde.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Ingrid Fischbach: „In einer älter werdenden Gesellschaft stehen wir vor der Frage, wie wir auch bei fortschreitendem Alter länger gesund und selbstständig bleiben können. Daher ist es unser gemeinsames Ziel, gesundheitsbewusstes Verhalten zu fördern und Lust auf Bewegung und eine gesunde Ernährung zu machen. Mit dem Präventionsgesetz stärken wir die Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen. Wie wichtig dabei gerade für ältere Menschen das kommunale Umfeld ist, zeigen die Preisträger sehr eindrucksvoll.“

Im Fokus des Wettbewerbs stehen kommunale Strategien und Maßnahmen, die beispielsweise die Stärkung körperlicher Aktivität und Mobilität, die Schaffung eines bewegungsförderlichen Wohnumfeldes und wohnungsnahe Infrastrukturangebote befördern. Alles Aktivitäten, mit denen Kommunen und andere Akteure zu gesunden und bewegungsfördernden Lebensbedingungen und damit präventiv zur Gesundheit im Alter vor Ort beitragen.

„Menschen möchten heute solange wie möglich ein selbstständiges Leben führen“, erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Regelmäßige Bewegung trägt auch im fortgeschrittenen Alter dazu bei, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu erhalten oder zu verbessern. Dadurch erhöht sich die Chance älterer Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben.“

Mit insgesamt 94 Beiträgen stieß der Wettbewerb auf eine breite Beteiligung. Eine von der BZgA berufene Jury hat die Wettbewerbsbeiträge bewertet und die Preisträger ausgewählt. Die ausgezeichneten Projekte werden mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 60.000 Euro prämiert.

Anlässlich der Preisverleihung erklärt Stefan Reker, Geschäftsführer des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV): „Wir tun viel, um die Pflege in Deutschland besser zu machen. Die PKV engagiert sich auch, damit Menschen länger gesund bleiben und so Pflegebedürftigkeit möglichst vermieden wird. Deshalb unterstützen wir diesen Wettbewerb, der beispielhafte Ideen für die Präventionsarbeit vor Ort zeigt.“

Folgende Kommunen wurden gestern für ihre vorbildlichen Aktivitäten mit einem Preis ausgezeichnet:
Gruppe „Kreisfreie Städte“
Köln: 10.000 Euro (Platz 1)
Stuttgart: 6.000 Euro (Platz 2)
Dresden: 4.000 Euro (Platz 3)
Heidelberg: 4.000 Euro (Platz 3)

Gruppe „Kreisangehörige Städte und Gemeinden“
Döttlingen: 10.000 Euro (Platz 1)
Gladbeck: 6.000 Euro (Platz 2)
Rödental: 4.000 Euro (Platz 3)

Gruppe „Landkreise“
Havelland: 10.000 Euro (Platz 1)
Euskirchen: 6.000 Euro (Platz 2)

Informationen zu allen eingereichten Beiträgen und Aktivitäten zur Bewegungsförderung des kommunalen Wettbewerbs sind in einer Dokumentation zusammengefasst. Die Publikation kann bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kostenlos bestellt werden unter:
Dokumentation Bundeswettbewerb Gesund älter werden in der Kommune - bewegt und mobil

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
50819 Köln
Online-Bestellsystem: www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: order@bzga.de
Bestellnummer 60582381

Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb „Gesund älter werden in der Kommune - bewegt und mobil“ finden Sie unter:

www.wettbewerb-aelter-werden-in-balance.de
Hier steht auch die Dokumentation

(Diese Pressemitteilung können Sie als PDF-Datei herunterladen)


Die Gewinner des Fotowettbewerbs

Köln, 12.06.2015. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unseres Fotowettbewerbs herzlich bedanken! Sie haben mit ihren Einsendungen dazu beigetragen, anderen Menschen die Vielfalt der Bewegungsmöglichkeiten aufzuzeigen und sind dadurch Vorbilder für andere Menschen. Gleichzeitig tragen ihre Fotos mit dazu bei, tradierte Altersbilder aufzuweichen und realistische Altersbilder in unserer Gesellschaft zu etablieren.

Hier geht es zu den Siegerfotos.

Hochauflösende Pressefotos können Sie sich hier downloaden.


Schulternkreisen statt Schokolade

Mit 24 Übungen des BZgA-‚Älter werden in Balance‘-Adventskalenders fit durch die Vorweihnachtszeit

Köln, 28.11.2014. Das Präventionsprogramm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ‚Älter werden in Balance‘ startet am 01. Dezember einen bewegten Online-Adventskalender. Auf www.aelter-werden-in-balance.de ist hinter jedem der 24 Türchen eine Bewegungsübung zu entdecken, die mitgeturnt werden kann. 24 kurze Videos zeigen jeden Tag bis Heiligabend eine neue, einfache Übung. Türchen für Türchen ergibt sich aus den täglichen Übungen ein komplettes Trainingsprogramm, dass Aktivität in den Alltag bringt und zur Kräftigung der Muskulatur und mehr Beweglichkeit beiträgt.

In den kurzen Spots des bewegten Adventskalenders erklärt ein Übungsleiter Senioren die jeweiligen Bewegungsabläufe und gemeinsam werden die Bewegungen ausgeführt. Besucherinnen und Besucher der Internetseite können die Übungen direkt mitturnen. Weder Vorkenntnisse noch Vorbereitungen sind dafür nötig. So können Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Tag bis Heiligabend aktiv nutzen und das eigene Wohlbefinden steigern - ein Geschenk, das jeder sich selbst bereiten kann.

Hier geht es zum ‚Älter werden in Balance‘-Adventskalender: www.aelter-werden-in-balance.de/adventskalender.html

Durch körperliche Aktivität und Bewegung die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen in Deutschland fördern – das ist die Zielsetzung des neuen Präventionsprogramms ‚Älter werden in Balance‘ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) gefördert wird.

Weitere Informationen zum BZgA-Programm ‚Älter werden in Balance‘ zur Gesundheitsförderung von Menschen ab 65 Jahren finden Sie auf www.aelter-werden-in-balance.de

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23.10.2014: Älter werden in Balance – BZgA startet bundesweites Programm zur Gesundheitsförderung älterer Menschen

Berlin/Köln, 23. Oktober 2014. Durch körperliche Aktivität und Bewegung die Gesundheit und Lebensqualität älterer Menschen in Deutschland fördern und Pflegebedürftigkeit so weit wie möglich hinauszögern – das ist die Zielsetzung des neuen Präventionsprogramms Älter werden in Balance der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) gefördert wird.

Die Lebenserwartung hat sich in den letzten 100 Jahren nahezu verdoppelt. Bis zum Jahr 2050 werden nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes ca. 23 Millionen Menschen im Alter über 65 in Deutschland leben. Aber werden die Menschen auch gesund älter?

„Wir wissen, dass ältere Menschen heute selbstbestimmt und selbstständig leben wollen. Sie möchten mobil bleiben, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihren Alltag gestalten“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Das Programm Älter werden in Balance unterstützt ältere Frauen und Männer in ihrem Bestreben, ein selbstständiges Leben bei guter Lebensqualität bis ins hohe Alter zu führen“.

Um Selbstbestimmung, Mobilität und Lebensqualität im Alter zu fördern, hat die BZgA mit Unterstützung durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) das Programm Älter werden in Balance entwickelt. Dazu erklärt Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes: „Die Private Krankenversicherung sichert mit ihren Voll- und Zusatzversicherungen nicht nur das Pflegerisiko ab, sie setzt sich auch dafür ein, dass Pflegebedürftigkeit möglichst gar nicht erst entsteht und die Menschen länger selbständig und ohne fremde Hilfe leben können. Wenn es uns gelingt, die Anzahl gesunder Lebensjahre jedes Einzelnen zu erhöhen, ist das nicht nur gut für die Kostenträger, sondern vor allem für jeden Einzelnen wie auch für unsere gesamte Gesellschaft. Deshalb finanziert die PKV jetzt das neue Programm Älter werden in Balance.

Im Fokus des neuen BZgA-Programms steht die Gesundheitsförderung älterer Menschen durch Bewegung. „Die neuere Forschung zeigt, dass Bewegungsaktivitäten auch im fortgeschrittenen Alter einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben“, erklärt Elisabeth Pott.

„Das Risiko an koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes Typ 2 zu erkranken, kann durch körperliche Aktivität gemindert werden. Aktuelle Studien bestätigen, dass eine Steigerung von Bewegung im Alltag auch positive Effekte hat, wenn bereits Einschränkungen und Krankheiten vorliegen“, so Prof. Pott weiter. Aktuelle Daten belegen allerdings, dass sich derzeit etwa 80 Prozent der 60- bis 79-Jährigen nicht ausreichend bewegen.

Älter werden in Balance richtet sich an Frauen und Männer ab 65 Jahren. Das Präventionsprogramm verbessert mit gezielten Informationsangeboten das individuelle Gesundheitswissen älterer Menschen und motiviert mit leicht umzusetzenden Anregungen zu mehr Bewegungsaktivität im Alltag.

Als Botschafter des Programms unterstützt Prof. Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln mit seiner sportwissenschaftlichen Kompetenz Älter werden in Balance.

Darüber hinaus ist Prof. Dr. Andreas Kruse, Gerontologe der Universität Heidelberg, einer der Botschafter des neuen Präventionsprogramms der BZgA. Die Überprüfung der Alltagstauglichkeit der Programminhalte für die Zielgruppe erfolgt in enger Abstimmung mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO).

Auf der Internetseite www.aelter-werden-in-balance.de gibt es ab dem 23.10.2014 praktische Tipps und einen Film zum Programm Älter werden in Balance. Zum Auftakt des neuen Präventionsprogramms startet die BZgA heute den Fotowettbewerb „Bewegte Momente“ auf www.aelter-werden-in-balance.de. Gesucht werden Fotos von Menschen über 60 Jahren mit ihren persönlichen Bewegungserlebnissen.

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Daten und Fakten

In unserem Info-Blatt finden Sie Daten und Fakten zu den Themen Demografie und Lebenslagen, Gesundheit und Krankheit sowie Gesundheitsverhalten und Bewegung.

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05.06.2014: „Gesund und aktiv älter werden“

Dritte Bundeskonferenz unter dem Motto: GestALTungsräume: informiert - beteiligt - mittendrin

Berlin/Köln, 05. Juni 2014. Heute findet in Berlin die dritte Bundeskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema  „Gesund und aktiv älter werden“ statt. Angesichts der demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen lautet das diesjährige Motto „GestALTungsräume - informiert- beteiligt- mittendrin“. Die BZgA stellt auf der Konferenz die Themen  Arbeitswelt, Gestaltung öffentlicher Räume und medizinische Versorgung in den Mittelpunkt der Expertendiskussion.

In deutschen Unternehmen steigen sowohl Anzahl  als auch Bedarf an älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontinuierlich an. Auch im Ruhestand engagieren sich ältere Menschen zunehmend in vielfältigen Lebensbereichen - derzeit sind es rund 45 Prozent. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung geht es auf der heutigen Konferenz unter anderem um folgende Fragen: Wie können Menschen möglichst lange gesund und aktiv bleiben, sich beteiligen und ihr Leben gestalten? Welche Voraussetzungen braucht es dafür? An konkreten Praxisbeispielen werden Unternehmensstrategien, Konzepte medizinischer Versorgung, stadtplanerische Ideen und Möglichkeiten alter(n)sgerechter Quartiersentwicklung aufgezeigt.

Anlässlich der Eröffnung der Konferenz betont Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit: „Gesundheitsförderung auch für die älteren Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Präventionspolitik. Mit dem Präventionsgesetz, das das Bundesministerium für Gesundheit derzeit vorbereitet, wollen wir auch die Lebensbereiche der Älteren erreichen, etwa Kommunen, Einrichtungen der Altenhilfe und auch die Betriebe. Unser Augenmerk gilt daneben ebenfalls den Risiken des Alters, eines heißt Missbrauch von Alkohol und Medikamenten bei über 60-Jährigen. Das BMG hat dazu seit 2010 verschiedene Modellprojekte zu den Themen „Sucht im Alter - Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachkräften in der Alten- und Suchthilfe“ gefördert. Eines der Projekte wollen wir auf der Konferenz vorstellen.“

Neben den positiven Facetten des Alter(n)s muss allerdings auch das Krankheitsrisiko berücksichtigt werden, das sich jenseits des 60. Lebensjahres deutlich erhöht. Wie Studien zeigen, können viele chronische Erkrankungen durch moderaten Einsatz körperlicher Aktivität hinausgezögert oder sogar verhindert werden. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung wird allerdings noch viel zu selten erreicht. Aktuellen Daten zufolge bewegen sich derzeit etwa  80 Prozent der 60- bis 79-Jährigen nicht ausreichend. Deswegen startet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in diesem Jahr ihr neues Programm „Altern in Balance“, gefördert durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Ziel des Programms ist es, Mobilität, Selbstbestimmung 
und Lebensqualität von Frauen und Männern in der Altersgruppe über 65 Jahren zu unterstützen.

„Ich freue mich sehr, dass sich die PKV in diesem wichtigen Gesundheitsbereich engagiert“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Mit ‚Altern in Balance‘ wollen wir gemeinsam dazu beitragen, die Anzahl gesunder Lebensjahre von älteren Menschen zu erhöhen und Pflegebedürftigkeit hinauszuschieben. Dabei spielen Bewegungs- und Mobilitätsförderung und der Erhalt von Selbstständigkeit eine besonders große Rolle. Das beginnt bereits mit der Bewegung im Alltag, wie beispielsweise Treppensteigen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Wer mobil ist kann sich selbst versorgen und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.“

Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes, erklärt: „Pflege ist das Megathema der Zukunft. Deshalb engagiert sich die Private Krankenversicherung auch für die Gesunderhaltung im Alter, damit die Menschen in Deutschland möglichst gar nicht oder zumindest erst später pflegebedürftig werden. Aufgrund ihrer Expertise und der bewährten Zusammenarbeit setzen wir erneut auf die BZgA als Partner."  

Für den gesundheitsfördernden Einfluss von körperlicher Aktivität gibt es zahlreiche Belege. So können bereits wöchentlich 150 Minuten moderater Bewegungsaktivität den Blutzuckerwert entscheidend senken. Auch haben körperlich aktive Menschen gegenüber inaktiven Personen ein um 25 Prozent niedrigeres Risiko, einen Verlust der Selbstständigkeit im Alter zu erfahren.

Das Programm der heutigen Tagung steht im Internet unter:
www.gesund-aktiv-aelter-werden.de

Hintergrundinformationen zu Demografie und Lebenslagen, zu Gesundheit und Krankheit und zu Gesundheitsverhalten und Bewegung stehen zum Download unter 
http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/