Evaluation

Das Projekt wird durch folgende externe Evaluatoren wissenschaftlich untersucht:

Drei Institute begleiten also das Programm auf wissenschaftlicher Ebene: zum einen das Krebszentrum Nord, Abteilung für Supportivangebote Sport- und Bewegungstherapie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, zum anderen das Institut für Sportwissenschaft, Abteilung Sportmedizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, drittens das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld.

Die beiden erstgenannten Institute gehen der Frage nach, inwieweit es mithilfe des Programms gelingt, die Mobilität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nachhaltig zu verbessern. Konkret wird untersucht, in welchem Maß motorische Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer und Koordination erhalten oder gar gesteigert werden. Daneben überprüfen die Institute auch kognitive und psychosoziale Parameter: Von Interesse ist hier, ob das Trainingsprogramm kognitive Fähigkeiten stabilisiert und psychosoziale Faktoren wie Wohlbefinden, Lebensqualität und soziale Kontakte positiv beeinflussen kann.

Die wissenschaftliche Evaluation des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld erfolgt mit dem Kernziel, fördernde und hemmende Einflussfaktoren bei der Implementierung und Verstetigung des Lübecker Modell Bewegungswelten zu identifizieren und zu analysieren. Konkret untersucht werden soll hier, wie die Implementierung des Programms auf unterschiedlichen Ebenen verläuft, nämlich auf Organisationsebene, aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer und aus Sicht der Mitarbeitenden. Folgende übergeordnete Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Welche hemmenden und welche fördernden Bedingungen in den Einrichtungen beeinflussen die Umsetzung des Angebots?
  • Welche äußeren Rahmenbedingungen erleichtern oder erschweren die Implementierung und Verstetigung des Angebots?
  • Wie gehen die beteiligten Organisationen und Personen mit Hürden bei der Implementierung um?
  • Welche Effekte lassen sich in Bezug auf Motivation und Partizipation der Nutzerinnen und Nutzer feststellen?
  • Wie wirkt sich die Teilnahme an der Maßnahme auf den Pflegebedarf bei den Teilnehmenden aus?
  • Wie beurteilen die Mitarbeitenden in den beteiligten Organisationen das Angebot und seine Umsetzung?

Auf Basis dieser Analyse sollen Erkenntnisse gewonnen und Empfehlungen gegeben werden; diese können bei der überregionalen Einführung des Lübecker Modell Bewegungswelten in einer größeren Anzahl von Einrichtungen zu einer effizienten, zielführenden Vorgehensweise beitragen.