Osteoporose vorbeugen

Osteoporose entwickelt sich schleichend. Häufig wird sie erst bemerkt, wenn Knochen brechen. Tun Sie also schon möglichst früh etwas für Ihre Knochengesundheit, damit es erst gar nicht so weit kommt. Aktiv Osteoporose vorbeugen sollte vor allem dann ein Thema sein, wenn Sie eine familiäre Veranlagung haben, also Ihre Mutter oder Ihr Vater an Osteoporose erkrankt war, oder wenn Sie über lange Zeit kortisonhaltige Medikamente einnehmen müssen, ist Ihr Osteoporose-Risiko erhöht. Umso wichtiger ist eine aktive Vorsorge!

Bewegung schützt und stärkt die Knochendichte

Wenn Sie Osteoporose vorbeugen wollen, ist vor allem eines hilfreich: Viel Bewegung! Denn die Zugkraft, die die Muskeln bei der Bewegung auf die Knochen ausüben, stimuliert den Knochenaufbau. Auch leichte Erschütterungen wie beim Joggen wirken als positiver Reiz. Daher sind auch Walking, Wandern und Treppe-steigen förderlich für die Knochengesundheit. Eine relativ neue Methode in der Prävention und Behandlung von Osteoporose ist das sogenannte Vibrationstraining, auch als biomechanische Therapie oder Whole Body Vibration (WBV) bezeichnet. Das Prinzip ist einfach: Man steht auf einer Platte, die in leichte Vibration versetzt wird. Durch diese minimalen, aber gezielten unwillkürlichen Bewegungen kann der Knochenaufbau angeregt und damit die Knochendichte verbessert werden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wirksamkeit bei Osteoporose belegen. Doch fragen Sie genau nach, wenn Sie sich an Ihrem Wohnort nach Vibrationstraining umhören. Denn die Methode wird auch - mit anderen Geräten - zum Aufbau einer guten Figur oder zum Abnehmen genutzt. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt, Ihrer Krankenkasse oder einer lokalen Osteoporose-Selbsthilfegruppen beraten, damit Sie ein qualifiziertes medizinisches Angebot finden.

Osteoporose-Sport: Aktive Knochengesundheit

Sollten Sie an Osteoporose erkrankt sein oder ein erhöhtes Risiko haben, erkundigen Sie sich, ob in Ihrer Nähe Osteoporose-Gymnastik angeboten wird. Sie ist auch eine sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen Behandlung. Häufig bieten regionale Osteoporose-Selbsthilfegruppen solche Kurse an, manchmal auch Sportvereine oder Volkshochschulen. Besuchen Sie grundsätzlich nur Angebote mit speziell ausgebildeten Übungsleitern, denn Osteoporose-Knochen benötigen ein besonderes und behutsames Training. Als sehr effektiv zum Knochenaufbau hat sich beispielsweise ein gezieltes Krafttraining erwiesen. Mit anderen Übungen lassen sich Koordination und Gleichgewichtssinn schulen. Trainieren Sie regelmäßig, am besten auch täglich zu Hause.

Info: Knochen sind gar nicht so starr, wie sie aussehen.
Quellen: