Beweglichkeit trainieren

Ein Leben mit körperlicher Aktivität tut gut und ist wichtig fürs Wohlbefinden. In Bewegung zu sein, ist also das eine. Um dabei auch beweglich zu bleiben, lohnt sich jede noch so kleine Anstrengung. Denn die Beweglichkeit ist es, die Ihnen Vitalität und Mobilität bis ins hohe Alter garantiert und Beweglichkeit lässt sich trainieren.

Beweglich sein erleichtert vieles

Für einen guten Überblick im Straßenverkehr zum Beispiel muss man seinen Kopf ausreichend drehen können, auch um Gegenstände vom Boden aufzuheben, braucht man Beweglichkeit.Erfreulicherweise gibt es mehrere Sportarten, mit denen Sie diese besondere Fähigkeit Ihres Körpers verbessern können. Wir zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sie ganz gezielt Ihre Beweglichkeit trainieren können. Suchen Sie sich aus, welche Ihnen am besten gefällt!

Gymnastik 

Regelmäßige Gymnastik gehört für viele Menschen zum Leben dazu, mehr noch, die tägliche Viertelstunde Gymnastik ist als festes Ritual in ihren Alltag eingebaut. Kein Wunder: Gymnastische Übungen machen Spaß und sind äußerst wirkungsvoll egal ob bei Kindern oder Senioren. Mehr als eine Matte und bequeme Kleidung braucht man nicht, um in Bewegung zu kommen. Das heißt, üben geht praktisch immer und überall - im Wohnzimmer oder auf der Terrasse, bei Regen und Schnee, allein oder in der Gruppe.

Gymnastik hält Sie beweglich und kräftigt Ihren gesamten Körper. Wie beim Yoga empfiehlt es sich, zu Beginn einen Kurs zu besuchen. Unter Anleitung eines Trainers lernt man die einzelnen Bewegungen nicht nur leichter, sondern auch gleich richtig. Ohne große Mühe können Sie sich dann Ihr persönliches Übungsprogramm für Zuhause zusammenstellen und dieses jederzeit erweitern. Und gönnen Sie sich dabei immer wieder Abwechslung, das ist gut für Ihren Körper und gut für die Motivation. Mit einem Kurs für Fortgeschrittene zum Beispiel kommt frischer Wind in Ihr gewohntes Programm. Oder versuchen Sie, Übungen mit Therabändern und einem Pezzi-Ball einzubauen – dann wird Ihnen beim regelmäßigen Training garantiert nicht langweilig.

Gymnastik-Kurse finden Sie nahezu überall, in Städten wie auch in kleineren Orten. Meist werden diese von Volkshochschulen und Vereinen angeboten. Oder lernen Sie unser AlltagsTrainingProgramm kennen, hier finden Sie wertvolle Tipps, wie Sie Alltagsbewegungen für ein wirksames Training nutzen können. 

Wann Vorsicht geboten ist

Gymnastik ist so wunderbar vielfältig, dass es nur wenige Einschränkungen gibt. Menschen mit Bluthochdruck oder Herzleiden sollten sich sicherheitshalber von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt beraten lassen.

Yoga – Kraft und Entspannung durch sanfte Bewegung

Yoga kennt kein Lebensalter und ist die wohl zeitloseste Methode, um Körper und Geist ins innere Gleichgewicht zu bringen. Wer Yoga macht, wirkt oft erstaunlich entspannt, denn er verfügt über ein wirkungsvolles Mittel, um Stress abzubauen und mit sich und der Welt in Einklang zu kommen. Yoga gibt zudem Kraft und steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Von Ashtanga-Yoga über Kundalini-Yoga bis hin zu Hatha-Yoga gibt es viele verschiedene Formen, die eine kraftvoller und schweißtreibender, die andere ruhiger. Diese Vielfalt mag zunächst verwirren, bietet jedoch den Vorteil, dass für jeden das Passende dabei ist. Dass man Ihnen den Lotussitz oder ähnliche Verrenkungen abverlangt, brauchen Sie nicht zu befürchten - vielmehr lernen Sie zunächst mit einfachen Übungen, Ihre Aufmerksamkeit ganz bewusst auf Atmung, Körper und Geist zu lenken. Yoga-Positionen, die sanft einige Zeit gehalten werden, lockern auf sehr wohltuende Weise Verspannungen und verbessern Ihre Beweglichkeit, gleichzeitig wird Körperkraft aufgebaut. Und am Ende jeder Yogastunde steht der Genuss, nämlich das Gefühl von tiefer körperlicher und seelischer Entspannung.

Turnen – macht beweglich und hat Tradition

Seit Turnvater Jahn das Turnen nach Deutschland brachte, erfreut sich diese Sportart ungebrochener Beliebtheit, in Vereinen ebenso wie in Kursen. Turnen ist nämlich ein richtiges Allroundtalent. Zum einen macht es viel Spaß, gemeinsam mit Gleichgesinnten neue Übungen zu lernen und dabei zu spüren, wie die Beweglichkeit von Woche zu Woche wächst. Zum anderen bringt Turnen nicht nur einzelne Muskelgruppen, sondern gleich den ganzen Körper in Bewegung. Tatsächlich ist die Liste der Pluspunkte lang: Beim Turnen werden gleichzeitig Ausdauer und Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewichtsfähigkeit, Orientierung und Reaktionen trainiert. In den meisten Vereinen können Sie eine Schnupperstunde absolvieren, um herauszufinden, ob Turnen das Richtige für Sie ist. Wenn ja, freuen Sie sich auf Vitalität und Wohlbefinden!

Tipps zum Training

Wenn Sie die ersten Turnstunden absolvieren, gehen Sie es in jedem Fall langsam an. Der Körper braucht ein wenig Zeit, um sich an die unbekannten Bewegungen zu gewöhnen. Und bitte vergessen Sie nicht, sich jedesmal ausreichend aufzuwärmen. Gerade beim Turnen mag der Körper keinen „Kaltstart".

Wann Vorsicht geboten ist

Wer unter kognitiven Problemen oder Gleichgewichtsstörungen leidet, sollte erst Rücksprache mit seiner Ärztin oder seinem Arzt halten.

Und nach dem Sport: Bitte dehnen!

Um beweglich zu sein, brauchen Sie einerseits eine elastische Muskulatur, zum anderen geschmeidige Knochen, Sehnen und Bänder. Ebenso wichtig wie regelmäßige Bewegung ist es also, sich nach dem Sport ausreichend zu dehnen. Dehnungsübungen sind sozusagen die Trumpfkarte der Beweglichkeit. Zudem sorgen sie für ein angenehm lockeres, entspanntes Körpergefühl. Für den Alltag eignen sich vor allem das statische Dehnen (auch „gehaltenes Dehnen genannt) und das dynamische, wippende Dehnen. Gut aufgewärmt sind die Muskeln am besten dafür vorbereitet. Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Dehnungsübungen haben, ist es sehr sinnvoll, sich für den Anfang Unterstützung bei einem Trainer oder Übungsleiter zu holen. Später kann ein Spiegel dabei helfen, die richtige Haltung immer wieder zu überprüfen.

Das statische Dehnen ist ein guter Abschluss jedes Trainings, sowohl zum Erhalt der Beweglichkeit als auch zur reinen Entspannung. Langsam und kontrolliert begibt man sich in die entsprechende Haltung, bis man ein leichtes Ziehen spürt, und atmet dabei ruhig und gleichmäßig weiter. Wenn Sie jedoch gerade der Muskelkater plagt, sollten Sie das federnde Dehnen bevorzugen. Beim leichten Nachwippen, immer ein kleines Stück weiter, wird nämlich die Muskulatur besser mit Nährstoffen versorgt.