Mental fit bis ins hohe Alter

Foto: Kleines Mädchen unterhält sich mit Ihrer Oma am Fenster

Ärgern Sie sich manchmal, dass Sie sich manche Dinge nicht mehr so merken können wie früher oder dass Ihnen Begriffe nicht einfallen? Da sind Sie nicht allein. Das heißt aber nicht, dass ältere Menschen sich mit einer nachlassenden Gedächtnisleistung abfinden müssen. Vielmehr können Sie selbst dazu beitragen, lange geistig fit zu bleiben, ja sogar verlorene Fähigkeiten in gewissem Maß wieder zurückzugewinnen. Das Prinzip ist einfach: Wer das Gehirn fordert, der fördert es.

Aktiv sein in jeder Hinsicht

Dass dies kein Wunschdenken ist, hat eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Gesunde ältere Menschen, die ihr Gehirn täglich über ein paar Wochen mit bestimmten Aufgaben trainierten, schnitten am Ende einer Studie bei verschiedenen Tests zur Gehirnleistung deutlich besser ab als ihre untrainierten Altersgenossen. Wissenschaftler fanden auch heraus, dass der Stoffwechsel im Gehirn durch geistiges Training angekurbelt wird, was auf eine verbesserte Aktivität der Nervenzellen hindeutet.

Manch einen wird es vielleicht wundern, aber auch körperliche Aktivität verbessert die geistige Leistungsfähigkeit. Wer täglich strammen Schrittes einen Spaziergang macht, verbessert die Hirndurchblutung und damit nachweislich auch die Hirnleistung. Den besten Effekt erzielen Senioren übrigens nachgewiesenermaßen, wenn sie körperlich und geistig aktiv sind.

Freizeit abwechslungsreich gestalten

Suchen Sie sich lieber etwas, was Sie fordert! Viel Freude machen kreative Hobbies – sei es Kochen, Stricken oder Basteln. Holen Sie sich doch mal ein Koch-, Handarbeits- oder Handwerkerbuch aus der Bücherei oder stöbern Sie im Internet und lassen Sie sich von den vielen Anregungen inspirieren. Vielleicht haben Sie auch Spaß am Musizieren. Es fordert Konzentration und Koordination gleichermaßen.

Lust am Lernen

Interessieren Sie sich besonders für ein Land und würden es gern bereisen? Wie wäre es, wenn Sie dessen Sprache erlernten? Wahrscheinlich geht das Vokabel lernen nicht mehr so schnell wie früher, doch Sie können auf Einiges zurückgreifen, was Sie sich im Leben an Wissen erworben haben und was Ihnen das Sprachverständnis und das Lernen erleichtert. Außerdem ist es etwas ganz anderes, ob man freiwillig mit Lust lernt oder weil es auf dem Lehrplan steht. Da haben Sie Ihren Enkeln etwas voraus!

Sie sehen, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, das Gehirn mit reizvollen Hobbies „auf Trapp“ zu halten. Wählen Sie aus, was Ihnen Spaß macht, Ihr Gehirn trainieren Sie dann ganz nebenbei. Dies funktioniert übrigens auch mit ganz alltäglichen Dingen. Prägen Sie sich beispielsweise Ihren Einkaufszettel ein und lassen Sie ihn bewusst zu Hause. Und wenn Sie was vergessen sollten, ist das doch kein Problem - dann gehen Sie eben ein zweites Mal.

Quellen: