Radfahren stärkt Herz & Kreislauf

Ein Mann fährt Fahrrad

Bei Sommerwetter oder im Herbstwind, auf dem Radweg oder durch den Wald: Radfahren macht einfach Spaß. Strecken, die man zu Fuß kaum in Angriff nehmen würde, sind auf dem Rad zügig zurückgelegt. Beim gleichmäßigen Treten trainieren Sie ohne größere Belastung Ihre Gelenke und Beinmuskeln – den Großteil des Körpergewichts trägt ja der Sattel.

Gleichzeitig kommt auch Ihr Herz-Kreislauf-System kräftig in Schwung. Willkommener Nebeneffekt: Wer sich auf dem Rad regelmäßig von frischer Luft durchpusten lässt, tut auch seinem Immunsystem etwas Gutes.

Tipps für den Fahrradkauf:

Das Angebot an Fahrrädern mag auf den ersten Blick unüberschaubar wirken, setzt sich aber im wesentlichen aus vier Kategorien zusammen: Hollandrad, Trekkingrad, Mountainbike und Liegerad. Auf einem Hollandrad (auch Citybike genannt) sitzt man sehr aufrecht, was auf längeren Strecken bald unbequem werden kann. Wesentlicher Nachteil der Hollandräder ist jedoch die meist fehlende Gangschaltung. Da genügt schon eine leichte Steigung, um außer Puste zu kommen. Das Trekkingrad hingegen ist eine Art Alleskönner unter den Fahrrädern. Es eignet sich für jedes Gelände, so bequem wie sportlich kommt man voran.

Wenn Sie am liebsten auf unebenen Strecken oder im Wald unterwegs sind, bietet sich ein Mountainbike an. Einmal davon abgesehen, dass diese meist nicht mit Licht oder Reflektoren ausgestattet sind, empfiehlt sich der Kauf nur, wenn Sie einen gesunden, trainierten Rücken haben. Ganz anders wiederum das Liegerad. In entspannter Haltung und dank Rückenlehne mit entlasteter Wirbelsäule rollt man voran. Ein Komfort, der auch seinen Preis hat: Liegeräder kosten erheblich mehr als herkömmliche Fahrräder.

Fahrräder mit Vollfederung fangen unangenehme Stöße und Vibrationen größtenteils ab – darüber freut sich Ihre Wirbelsäule. Was den Sattel angeht, so sind Männer mit einem dreieckigen Sattel gut beraten, Frauen mit einem T-Sattel. Probieren Sie aber unbedingt das Sitzgefühl aus, ehe Sie einen neuen Sattel kaufen.

Den passenden Lenker haben Sie gefunden, wenn Ihre Handgelenke beim Fahren nicht abknicken, sondern eine natürliche Haltung einnehmen. Je tiefer der Lenker, desto sportlicher (und anstrengender für die Handgelenke) wird die Fahrposition. Am besten fährt es sich leicht vorgebeugt, auch für Ihren Rücken ist diese Haltung am angenehmsten.

In guten Fahrradgeschäften gehört es zum Service, all diese Fragen fachkundig zu klären. Selbstverständlich können Sie dort auch Ihr bevorzugtes Rad vor dem Kauf probefahren. Und eins noch, der Sicherheit Ihres Kopfes zuliebe: Bitte vergessen Sie den Kauf eines Fahrradhelmes nicht.

Wann Vorsicht geboten ist:

Sehstörungen sollten ein Anlass für eine ärztliche Beratung sein, ehe man auf ein Fahrrad steigt. Wer unter Schwindel oder neurologischen Störungen leidet, entscheidet sich besser für eine andere Sportart.